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SST155 – Sex in der Fernbeziehung – 5 Tipps

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SST155 – Sex in der Fernbeziehung – 5 Tipps

Sex in der Fernbeziehung? Ist das möglich? Kann man Liebe, Verbindung und Sexualität aufrecht erhalten, auch wenn man sich manchmal Wochen oder Monate nicht sieht?

Ich selbst hatte früher ein paar traumatische Erfahrungen mit Fernbeziehungen und habe nicht mehr so wirklich daran geglaubt, dass Nähe trotz räumlicher Distanz funktioniert. Aber meine jetzige Partnerschaft hat mich eines Besseren belehrt, deshalb möchte ich mit euch heute meine fünf besten Tipps für Sex in der Fernbeziehung teilen.

1. Aus den Augen, aus dem Sinn – stimmt das?

In meinen früheren Partnerschaften war es oft so: Sobald ich in den Zug gestiegen bin und weg war, habe ich mich gefühlt, als würde ich für meinen Freund nicht mehr existieren. Es gab kaum Nachrichten oder Telefonate und keine intime Zuwendung mehr.

Mit meinem jetzigen Partner war das überhaupt nicht so. Wir haben die räumliche Distanz als Chance genutzt, um mehr über unsere Beziehung zu lernen und neue Qualitäten zu erforschen und zu integrieren. Vor allem haben wir uns ständig darum bemüht, den anderen trotzdem in unseren Alltag einzubeziehen: mal ein Foto vom Mittagessen senden, mal eine Sprachnachricht schicken, in der wir uns sagen, dass wir uns vermissen, mal eine „Ich denk an dich“-SMS. 

Wichtig ist nicht die Quantität sondern die Qualität: Dein Partner soll sich gesehen, wertgeschätzt und geliebt fühlen, auch wenn du nicht physisch in der Nähe bist. Wenn diese Verbindung und Liebe nicht aufrechterhalten wird, dann brauchst du über Sex in der Fernbeziehung in Wahrheit gar nicht erst nachdenken…

2. Die 5 Sprachen der Liebe – wie kannst du sie adaptieren?

Es gibt ein Buch von Gary Chapman, der fünf unterschiedliche Wege zeigt, Liebe auszudrücken: Körperlichkeit, Worte, Acts of Service – konkrete Taten, Geschenke und Quality Time.

Körperlichkeit könnt ihr nicht direkt miteinander teilen. Alle anderen Sprachen sind aber auch in der Fernbeziehung möglich! Ihr könnt viel miteinander reden, ihr könnt euch Geschenke schicken, ihr könnt euch gegenseitig Gefallen tun, etwas füreinander erledigen, und ihr könnt Quality Time miteinander verbringen. Dazu braucht es einfach ein bisschen Kreativität. Wie wäre es, wenn ihr euch zum Beispiel zum Wandern verabredet und dabei telefoniert und euch gegenseitig erzählt, wo ihr seid und was ihr tut?

Ich finde, die große Chance einer Fernbeziehung wird dann sichtbar, wenn man die Perspektive wechselt und nicht mehr denkt: „Oh Gott, du bist nicht da“, sondern „Was können wir in dieser Situation gemeinsam Neues entdecken?“ 

3. Sex in der Fernbeziehung – es muss nicht immer zu zweit sein

Yes! Du kannst eine Phase der räumlichen Trennung zum Beispiel auch dadurch nutzen, dich mehr mit dir selbst, deinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen und dir bewusster Zeit und Raum für dich zu nehmen.

Eine Orgasmic-Yoga Session, sexuelle Weiterbildung, Workshops, oder einfach mehr bewusste Selbstbefriedigung. Du kannst die Zeit nutzen und lernen, deine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Das macht dich gleichzeitig auch weniger abhängig von deinem Partner. Und du kannst ihm natürlich auch von deinen eigenen Erfahrungen und Learnings erzählen und später diese in eure gemeinsame Sexualität einfließen lassen.

4. Regt eure Fantasien an!

Eine Fernbeziehung ist eine großartige Möglichkeit, den eigenen Fantasien mehr Raum zu geben. Ganz nach dem Motto: „Wenn ich jetzt bei dir wäre, würde ich gerne…“, „Wenn du jetzt in meinem Bett wärst, würde ich mir wünschen, dass…“. Oft sind diese Fantasien sogar noch verruchter, als euer ‚reales‘ Sexleben. Auch hier liegen total viele Möglichkeiten für neue sexuelle Erfahrungen, die ihr vielleicht nicht machen würdet, wenn ihr tatsächlich nebeneinander im Bett liegen würdet.

Ich habe mit meinem Partner zum Beispiel eine „imaginäre Sexbox“ erfunden, in die wir jeweils imaginäre Zettel mit unseren Wünschen geworfen haben. Dann haben wir uns geschrieben: „Ich habe gerade einen Zettel mit der Fantasie XY in unsere Sexbox geworfen.“ Wenn einfach zwischendurch mal so eine SMS ankommt, kann das ziemlich antörnend sein…

5. Sexting, Bilder & Videocalls

Ich muss gestehen, gerade in diesem Bereich war ich anfangs ganz schön verkorkst. Dirty Talk über Telefon oder SMS oder Sex über Zoom?

Da musste ich mich anfangs erst dran gewöhnen. Klar, es kann ein bisschen weird sein, was Neues auszuprobieren. Aber du musst ja auch nicht gleich total krass dirty werden. Geht es in eurem Tempo an, so haben wir das auch gemacht. Wie wäre es, wenn ihr anfangs die Kamera noch nicht total auf euch richtet, sondern  nur redet und euch eingroovt? Oder wenn erstmal einer dem anderen bei der Selbstbefriedigung zusehen darf und dann umgekehrt? Experimentiert damit, was sich für euch stimmig anfühlt, und scheut euch nicht, Dinge auszuprobieren. In meiner Partnerschaft hat es zum Beispiel krass viel Nähe erzeugt, wenn wir nach dem Sex die Kamera eingeschaltet haben und uns einfach angesehen haben, als würden wir gerade gemeinsam im Bett nebeneinander liegen. 

Wie du siehst: Es gibt so unglaublich viele Möglichkeiten, Nähe, Verbindung und Sex in der Fernbeziehung aufrecht zu erhalten. Es ist einfach eine Frage der inneren Einstellung. Gehe ich mit dem Gedanken der Angst und des Mangels in diese Erfahrung oder mit dem Mindset von: Was kann ich Neues lernen? Wie können wir uns gemeinsam entwickeln?

Falls du noch intensiver in das Thema erfüllte Sexualität einsteigen willst:

– Von 8.-12. Juli findet mein Selbstliebe-Frauenretreat in Berlin statt. Es gibt nur noch ganz wenige freie Plätze. Du kannst dich direkt hier auf meiner Website anmelden.

– Von 30. September – 4. Oktober geht es dann ins Tantra-Frauen-Retreat in Berlin, wo es noch tiefer und konkreter um das Thema Sex und sexuelle Erfüllung geht. 

– Am 15. September geht mein ‚Love&Feel Yourself‘ Online-Kurs bereits in die dritte Runde.

– Und am 13. Oktober startet mein Online-Programm ‚Explore Your Sex‘ zum zweiten Mal.

Du findest alle Infos, Inhalte und Kosten direkt hier auf meiner Website! Ich freue mich sehr, wenn wir gemeinsam miteinander an deiner sexuellen Identität arbeiten und ich dir dabei helfen darf, ein glücklicheres und authentischeres Sexleben zu erschaffen!

Deine Kathrin ❤️

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Liebe Grüße Kathrin Ismaier

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