Seelen Striptease

SST157 – Körperbewusstsein bei Kindern fördern

Download | Auf iTunes anhören | Auf Spotify anhören | Auf YouTube anschauen

SST157 – Körperbewusstsein bei Kindern fördern

Wie kann ich bereits vom frühen Alter an das Körperbewusstsein bei meinen Kindern fördern – damit sie später das Leben intensiver genießen können, sich selbst und ihre Bedürfnisse und Grenzen gut spüren und auch ein erfülltes Sexualleben haben? Ihr habt mir diese Frage gestellt und ich bin total dankbar dafür, denn ehrlich gesagt wäre ich auf dieses Thema von alleine gar nicht gekommen. Aber dafür gibt es ja euch – meine tolle Community!

Deshalb hab ich mir ein paar Gedanken gemacht und gebe euch heute einige Tipps an die Hand, wie ihr das Körperbewusstsein bei Kindern (seien es eure eigenen oder auch im pädagogischen Kontext) fördern könnt. Ich sage gleich im Vorhinein dazu, dass ich keine ausgebildete Pädagogin oder Erzieherin bin und auch keine eigenen Kinder habe. Ich darf seit 2 1/2 Jahren die Erfahrung machen, Stiefmama der Tochter meines Freundes zu sein und habe dabei einiges gelernt. Falls ihr aber Pädagogen seid, dann schreibt oder kommentiert gerne, wenn ihr Ergänzungen habt oder ich noch etwas besser oder anders formulieren darf ?

1. Fördere den Genuss deines Kindes

Kinder lernen das, was wir ihnen vorleben. Wenn du also beginnst, Genuss in DEINEN Alltag bewusst zu integrieren, dann kannst du das auch deinem Kind mitgeben.

Das heißt zum Beispiel: Esst gemeinsam und lasst euch dabei Zeit. Sag, wie gut es dir schmeckt, was du heute besonders lecker findest, wie frisch, knusprig, süß und so weiter das Essen ist. Fühle es bewusst und ermuntere dein Kind dazu, auch zu beschreiben, was es lecker findet und was es gerade genießt. Das lässt sich natürlich auch auf ganz viele andere Lebensbereiche übertragen! Du kannst mit deinem Kind barfuß gehen und beschreiben, wie das Gras sich anfühlt, oder im Sommer im Wasser plantschen und beschreiben, wie toll es auf deiner Haut kribbelt usw.

Du siehst, worauf ich hinaus will: Suche dir selbst immer wieder in deinem Alltag Dinge, die du bewusst genießen kannst, und teile das dann mit deinem Kind. Je mehr du beschreibst, was und wie du es spürst und genießt, desto mehr förderst du das Körperbewusstsein bei Kindern.

2. Ein Nachmittag der 5 Sinne

Du kannst das natürlich auch mal bewusst als „Event“ für deine Kids machen – zum Beispiel im Kindergarten oder in der Schule. Veranstalte einen „Nachmittag der 5 Sinne“, in dem ihr entdeckt, was eure Sinne können. Sucht euch etwas, das ihr ansehen, riechen, fühlen, hören und schmecken könnt. Probiert aus, wie es sich anfühlt, zum Beispiel eine Rosine zu riechen, anzugreifen, im Mund hin und her zu schieben und zu schmecken. Geht barfuß durch die Natur und achtet darauf, was ihr alles hören könnt – Bienensummen, ein Auto, Musik aus dem Nachbarhaus…

Alles, was dein Kind in Kontakt mit seinen Sinnen bringt, fördert sein Körperbewusstsein. Ermuntere es, genau zu beschreiben, wie sich Dinge anfühlen, wie sie riechen, sich anhören, schmecken und wie sie aussehen. Lade dein Kind dazu ein, die Erfahrungen, die es mit seinem Körper und seinen Sinnen macht, verbal auszudrücken. So stärkst du seine Kommunikationskompetenz und schulst es darin, gleichzeitig zu spüren und zu kommunizieren.

3. Gegenseitige Berührungen

Für jeden Menschen ist es wichtig, zärtlich berührt zu werden. Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan, das ständig Reize und Informationen wahrnimmt. Gleichzeitig ist sie auch die Grenze, die uns von anderen Personen distanziert. Wenn du also durch gegenseitige Massagen, streicheln, Rückenkraulen und so weiter dein Kind liebevoll berührst, nimmt es sich selbst in Beziehung wahr.

Achte dabei auch darauf, dass du deinem Kind vorlebst, Grenzen zu kommunizieren und auszudrücken und zu respektieren, was sich gut und was sich nicht gut anfühlt. Wenn dein Kind mit dir ganz nah kuscheln mag und es dir zu warm ist, kannst du sagen: „Das ist mir gerade zu heiß, du kannst gerne bei mir im Bett bleiben, aber wir können ein bisschen Abstand halten.“ So kommunizierst du liebevoll deine Grenzen und bleibst trotzdem in emotionaler, achtsamer Verbindung mit deinem Kind. Ebenso darf dein Kind ausdrücken: „Ja, das fühlt sich gut an, wenn du mich dort streichelst“, oder „nein, das ist jetzt unangenehm/ zu nah/ zu warm/ zu kalt/ zu fest“. Dann bist du am Zug, diese Grenze deines Kindes zu respektieren und einzuhalten, damit es bemerkt, „meine Wahrnehmung wird angenommen und respektiert.“

4. Mach Nacktheit in der Familie normal!

Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Nacktheit absolut kein Tabu war. Wir haben das gleiche Bad benutzt, waren gemeinsam in der Sauna usw.. Es gab keine Scham, was die nackten Körper der anderen betraf. Das darfst du auch deinem Kind vorleben. So lernt es zum Beispiel, dass es später mal auch Haare unter den Achseln und in der Intimgegend bekommen wird. Es sieht, wie Brüste oder Genitalien aussehen und es bekommt mehr Bezug zu sich selbst und seinem eigenen Körper.

Je normaler es ist, sich gegenseitig auch mal nackt zu sehen, desto unbefangener wird dein Kind mit seiner eigenen Nacktheit umgehen können. 

5. Zeige Berührungen in deiner Partnerschaft

Wenn du in einer Beziehung lebst und dein Kind in einem Familienverband aufwächst, wo zwei Elternteile da sind, dann zeig ruhig auch mal, dass du deinen Partner oder deine Partnerin gern berührst oder küsst. Natürlich geht es da nicht um Erotik oder übertriebenes Knutschen vor den Kindern, sondern einfach darum, dass liebevolle und zärtliche Berührungen zwischen den Partnern angenehm sind und ganz normal zum Alltag gehören und auch gezeigt werden dürfen.

6. Kommuniziere offen und bestärke dein Kind im Teenageralter

Gerade, wenn deine Kids langsam in die Pubertät kommen, ist es wichtig, dass aufkommende Themen nicht mit Scham behaftet werden. Rede zum Beispiel über die erste Menstruation. Kündige sie als etwas Schönes und Frauliches an. Sei da, wenn deine Kinder über Sexualität, das erste Verliebtsein, Selbstbefriedigung, Küssen usw. sprechen möchten. Biete selbst Gespräche an, aber achte auch darauf, dich nicht aufzudrängen oder bestimmte Dinge zu erwarten. Gib deinem Kind das Gefühl, dass es über alles mit dir sprechen kann und du für Fragen offen bist. 

Meiner Meinung nach ist Körperbewusstsein nichts, was man einem Kind beibringen muss. Im Gegenteil. Jedes Kind bekommt es eigentlich ganz natürlich mit auf die Welt. Unsere Aufgabe ist es eher, es den Kindern nicht abzutrainieren, in dem wir ihre Grenzen übergehen oder ihre Bedürfnisse nicht ernst nehmen. Wenn wir das tun, lernt das Kind nämlich, dass es sich selbst nicht spüren darf und nicht wahrgenommen wird.

Deshalb dürfen wir heute mehr denn je das Körperbewusstsein bei Kindern fördern und ihnen zeigen, wie gut sich das Leben anfühlen kann, wenn wir ganz in tune mit unseren eigenen Sinnen sind.

Dafür habe ich übrigens auch ganz viele Angebote für dich!

Mein Selbstliebe-Frauen-Retreat in Berlin geht wieder vom 8. bis zum 12. Juli. Dafür gibt es nur noch 4 Plätze! Wenn du also Interesse hast: Melde dich schnell an!

Das Tantra-Frauen-Retreat findet dann vom 30. September bis zum 4. Oktober ebenfalls in Berlin statt.

Am 15. September startet mein Online-Kurs ‚Love&Feel Yourself‘.

Und am 13. Oktober beginnt dann mein Online-Programms ‚Explore Your Sex‘.

Du findest gleich hier auf meiner Website alle wichtigen Infos zu den einzelnen Kursen und Angeboten und kannst dich auch direkt anmelden!
Wenn du also Lust hast, noch tiefer in deine eigene Körperwahrnehmung einzutauchen, damit du deine Erfahrungen dann auch bewusster deinen Kindern vorleben kannst, dann buche eines meiner Angebote oder lass dich auf ein Coaching mit mir ein! Ich freue mich sehr auf dich!

Deine Kathrin ❤️

Hat dir der Podcast gefallen?

Dann lass mir gerne eine Bewertung auf iTunes da. ODER über ein Kommentar auf YouTube würde ich mich wahnsinnig freuen. ?

Wenn du dich noch tiefer mit anderen austauschen willst, dann komm in meine Facebook Gruppe (nur für Frauen), in der du im geschützten Rahmen über die Themen Selbstliebe & Sexualität.

Weitere Podcast Episoden findest du hier.

Liebe Grüße Kathrin Ismaier

Vorheriger Beitrag
SST156 – Zu wenig ausgelebt? 5 Tipps
Nächster Beitrag
SST158 – Körperbehaarung und Sex – Top oder Flop?

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.