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SST195 – Sexuelle Aufklärung: Kathrin gibt Sexualkundeunterricht

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SST195 – Sexuelle Aufklärung: Kathrin gibt Sexualkundeunterricht

Ihr Lieben, ich finde, es ist bei knapp 200 Podcast-Folgen bzw. Blogartikeln mal an der Zeit, ein paar Basics zum Thema sexuelle Aufklärung klarzustellen. Denn ich merke auch nach Jahren meiner Arbeit als Sexcoach noch: Viele Frauen (und auch Männer), wissen ganz essentielle Basis-Informationen einfach nicht. Deshalb gibt es heute für euch meine Top-Infos, die ihr im Sexualkundeunterricht nicht gelernt habt!

1. Die Basics zur weiblichen Anatomie

  • Die Klitoris ist nicht nur die ‚kleine Perle‘, für die sie viele halten. Ihr Schaft ist mehrere Zentimeter lang und sie hat zwei Schenkel, die tief in den Beckenboden eingebettet sind. 
  • Der Muttermund ist nicht immer ‚ganz hinten in der Vagina‘, sondern er kann auch rechts oder links liegen. Er fühlt sich von der Struktur her ein wenig an wie eure Nasenspitze und hat in der Mitte ein kleines Loch. Um den Eisprung herum ist er etwas weicher als während des restlichen Zyklus.
  • Der sogenannte G-Punkt ist in Wahrheit eine G-Fläche. Sie liegt an der Innenseite der Vagina hinter dem Schambein und fühlt sich leicht gerippelt an. Bei manchen Frauen schwillt sie durch Erregung an und sie können dadurch squirten, also ‚abspritzen‘. Das nennt sich dann: weibliche Ejakulation.
  • Aber genauso, wie nicht jede Frau squirten kann, kommt auch jede auf unterschiedliche Weise. Manche Frauen kommen vaginal, andere klitoral, manche können auf beide Weise kommen. Statistisch gesehen ist der klitorale Orgasmus weitaus häufiger: Nur 25% der Frauen kommen im Schnitt vaginal.

2. Geläufige Mythen, die nicht stimmen

  • „Wenn ich mit meinem Freund/meiner Freundin Sex haben will, muss ich sofort und ganz automatisch erregt sein.“ Blödsinn! Nur, weil ihr eine sexuelle Handlung startet, heißt das nicht, dass ihr beide sofort mega feucht oder steif seid und der Sex automatisch bombastisch wird. Es ist völlig normal, sich erst eingrooven zu müssen. Es ist normal: aufgeregt zu sein, mit den Gedanken woanders zu sein, sich gerade nicht wohl oder sicher zu fühlen, erstmal nur kuscheln zu wollen, usw.
  • „Wenn die Frau feucht oder der Mann steif ist, heißt das, sie sind erregt.“ Stimmt nicht! Du kannst als Frau feucht sein ohne erregt zu sein und erregt sein ohne feucht zu sein. Auch als Mann ist es möglich, einen steifen Penis zu haben und nicht erregt zu sein oder umgekehrt. 
  • „Es ist normal, dass es als Frau erstmal wehtut, wenn der Mann in mich eindringt.“ Nein, ist es nicht! Es gibt am Eingang deiner Vagina eine enge Stelle. Erst weiter innen wird sie dann weich und weit. Wenn diese Stelle am Eingang während des Vorspiels eng bleibt, dann ist es ein Signal, dass die Vagina noch nicht bereit ist, den Penis (oder einen Finger, einen Dildo…) aufzunehmen. Das darfst du respektieren! Wenn du nämlich immer wieder über diese Grenze gehst, dann lernt dein Gewebe, dass du es ignorierst und wird sich mit der Zeit verhärten. So desensibilisierst du deine Vagina. (Zu diesem Thema habe ich bereits einen umfangreichen Blogartikel geschrieben.) Es macht also Sinn, langsamer zu machen und zu kommunizieren, dass du noch nicht bereit bist, den Penis zu spüren, sondern erst noch was anderes brauchst!

3. Sexuelle Aufklärung liegt in deiner Verantwortung!

Ja, es ist megaschade, dass wir viele dieser Dinge im Sexualkundeunterreicht nicht oder nur ungenügend gelernt haben. Aber das kannst du jetzt nicht mehr ändern. Was du jedoch tun kannst, ist, das Thema sexuelle Aufklärung in deine eigenen Hände zu nehmen und dich eben jetzt zu informieren! Egal wie alt du bist, es ist nie zu spät, diese Dinge nachzulernen. Denn: Guten Sex kann man lernen! Dazu braucht es Neugierde, Beschäftigung mit dem Thema und vor allem die Bereitschaft, die eigene Scham abzulegen und offen zu sprechen. Meine Online-Kurse und Retreats sind ein wundervoller Rahmen, wo genau das geschützt möglich ist.

Ich freu mich mega auf dich!

Deine Kathrin ❤️

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