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SST293 – Mein Partner schaut Pornos

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Was tun, wenn der Partner Pornos schaut?

Ich habe auf Instagram eine Frage von einer Followerin bekommen:
„Was mache ich, wenn mein Partner Pornos schaut?“

Eine einfache Frage – die in Wahrheit ein sehr komplexes Thema berührt. Denn wenn ein Partner Pornos schaut, geht es selten nur um den Porno selbst. Es geht um Sexualität in der Partnerschaft, Vertrauen im Paar, Kommunikation und manchmal auch um die Angst vor Pornosucht.

Schauen wir uns das Thema also einmal genauer an.


Pornos schauen oder Selbstbefriedigung – worum geht es eigentlich?

Zuerst lohnt sich eine wichtige Unterscheidung:
Geht es wirklich darum, dass dein Partner Porno schaut – oder geht es eigentlich um Selbstbefriedigung?

Viele Menschen setzen diese beiden Dinge automatisch gleich. Doch sie sind nicht dasselbe.

Aus meiner Arbeit als Sexualcoach weiß ich: Eine eigene Sexualität innerhalb einer Partnerschaft zu haben, ist gesund und wichtig. Auch wenn man ein Paar ist, bleibt jeder Mensch ein eigenständiges sexuelles Wesen.

Gerade in meinen Coachings sehe ich häufig, dass besonders Frauen Schwierigkeiten haben, einen Orgasmus zu bekommen – und oft stellt sich heraus, dass sie keine eigene Selbstbefriedigungspraxis haben. Das bedeutet: Sie kennen ihren eigenen Körper und ihre Bedürfnisse noch gar nicht richtig.

Wenn also die Frage „Was mache ich, wenn mein Partner Pornos schaut?“ daher kommt, dass Selbstbefriedigung grundsätzlich als „eklig“ oder „unpassend in einer Partnerschaft“ empfunden wird, dann ist das eine ganz andere Ausgangslage als eine tatsächliche Pornosucht.


Eigene Sexualität in einer Partnerschaft

In vielen Beziehungen gibt es ein Ungleichgewicht beim sexuellen Verlangen:
Eine Person im Paar hat mehr Lust auf Sex, die andere weniger.

Wenn die Person mit mehr Lust keine Möglichkeit hätte, sich selbst zu befriedigen, würde das enormen Druck auf die Partnerschaft erzeugen.

Selbstbefriedigung kann deshalb sogar etwas sein, das eine Beziehung entlastet. Denn sie ermöglicht, dass jeder Mensch auch für sich selbst Verantwortung übernimmt und nicht alle sexuellen Bedürfnisse ausschließlich auf den Partner projiziert.

Wenn dein Partner also gelegentlich Pornos schaut und sich dabei selbst befriedigt, ist das zunächst einmal nicht automatisch ein Problem für eure Partnerschaft.


Pornografie und ihre Schattenseiten

Trotzdem lohnt es sich, das Thema Pornografie kritisch zu betrachten.

Zum einen gibt es ethische Fragen: Bei frei verfügbaren Pornos im Internet weiß man oft nicht, unter welchen Bedingungen sie produziert wurden. Es besteht immer die Möglichkeit, dass Ausbeutung oder Zwang dahinterstehen.

Zum anderen vermittelt Pornografie häufig ein verzerrtes Bild von Sexualität. Körper, Lust und Orgasmen werden dort oft unrealistisch dargestellt. Das kann dazu führen, dass sich Menschen mit Darstellerinnen und Darstellern vergleichen oder Erwartungen entwickeln, die im echten Leben kaum erfüllbar sind.

Gerade in einer Partnerschaft kann das problematisch werden, wenn ein Partner beginnt, die Sexualität im Paar mit dem zu vergleichen, was er in Pornos sieht.


Wie erkennt man Pornosucht?

Ein gelegentlicher Pornokonsum bedeutet noch lange keine Pornosucht. Viele Menschen schauen ab und zu einen Porno, ohne dass das ihre Partnerschaft negativ beeinflusst.

Problematisch wird es eher, wenn:

  • dein Partner sehr häufig Pornos schaut

  • eure gemeinsame Sexualität darunter leidet

  • er sich emotional von dir distanziert

  • er dich mit Darstellerinnen aus Pornos vergleicht

  • oder er seinen Pornokonsum heimlich hält

Wenn Pornos wichtiger werden als die echte Intimität in der Partnerschaft, kann das tatsächlich zu einem Problem für das Paar werden.


Realität checken und bewusst mit Pornografie umgehen

Gerade beim Thema Pornos lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die Realität – sowohl beim Partner als auch bei sich selbst.

Pornografie aktiviert im Gehirn das Dopamin-Belohnungssystem. Das kann dazu führen, dass Menschen immer stärkere Reize suchen. Deshalb kann ein sehr häufiger Pornokonsum tatsächlich in eine Art Gewohnheit oder sogar Pornosucht übergehen.

Ein bewusster Umgang mit Pornografie ist deshalb wichtig – ähnlich wie bei anderen Dingen, die stark auf unser Belohnungssystem wirken. Wenn jemand jeden Tag zehn Tafeln Schokolade essen würde, würden wir auch sagen: Das ist nicht gesund.

Gleichzeitig kann es hilfreich sein, sich selbst ein paar Fragen zu stellen:

  • Wie stehe ich selbst zu meiner Sexualität?

  • Habe ich vielleicht Scham oder negative Glaubenssätze rund um Sexualität oder Pornos?

  • Befriedige ich mich selbst – oder erwarte ich, dass mein Partner für meine gesamte sexuelle Erfüllung zuständig ist?

Manchmal zeigt sich in solchen Situationen, dass es nicht nur um den Partner geht, der Pornos schaut – sondern auch um die eigene Beziehung zur Sexualität.


Der wichtigste Fokus: eure Partnerschaft

Am Ende ist die wichtigste Frage nicht, ob dein Partner einen Porno schaut – sondern wie es eurer Partnerschaft insgesamt geht.

Könnt ihr offen über Sexualität sprechen?
Fühlt ihr euch als Paar verbunden und gesehen?

Wenn solche Gespräche schwerfallen, kann es unglaublich wertvoll sein, sich als Paar bewusst Zeit für diese Themen zu nehmen.

Genau dafür haben mein Partner Christian und ich unser Jahrestraining „Herzberührungen“ entwickelt. Dieses Training besteht aus drei Modulen, die einzeln oder zusammen gebucht werden können. Dort geht es um bewusste Sexualität, Intimität in der Partnerschaft, Körperbewusstsein und ehrliche Kommunikation im Paar.

Aktuell gibt es für das Jahrestraining einen Frühbucherrabatt bis zum 28. März.

Wenn du neugierig bist, kannst du auch erst einmal ein kostenloses und unverbindliches Kennenlerngespräch mit uns vereinbaren. Dort schauen wir gemeinsam, ob das Training für dich oder euch als Paar passend sein könnte.

Mehr Infos findest du auf meiner Website.

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💃🏼 ÜBER MICH 💃🏼

Hi, ich bin Kathrin Ismaier 🙋🏼‍♀️ Sexualberaterin und Tantra Lehrerin. Ich helfe Menschen dabei durch Tantra & Körperarbeit ein besseres Körperbewusstsein zu entwickeln. Dadurch und durch die Reflexion der eigenen Sexualentwicklung schaffen wir eine gute Basis für eine erfüllte Sexualität 💥 Ich unterstütze hauptsächlich Frauen in Online Kursen & mehrtägige Retreats. 🧘🏼‍♀️ Sexualberatung 1:1 oder 1:2 biete ich online oder vor Ort in München für Frauen, Männer & Paare an. ☺️ Mit meinem Partner Christian Schirner zusammen biete ich Workshops für gemischte Gruppen an.

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